Kontaktlinsen – kleine Helfer für die perfekte Sicht

Kontaktlinsen gezeichnet

Sie sind nahezu unsichtbar, verändern nicht das Aussehen, beschlagen nicht und lassen sich fast mühelos ins Auge setzen. Kontaktlinsen, die kleinen Kunststoffschalen, schwimmen auf der Tränenflüssigkeit des Auges. Viele tragen sie als Ergänzung zur Brille, andere täglich. Doch welche Linsen sind die Richtigen?

Kontaktlinsen oder BrilleKontaktlinsen oder Brille?

Tragen Sie Linsen? Oder gehören Sie zu den 24,9 Millionen Brillenträgern in Deutschland, die ihre Brille laut dem Statistik-Portal Statista dauerhaft tragen? 3,14 Millionen Menschen hierzulande verbessern ihre Sicht mit Hilfe von Kontaktlinsen, während 18,81 Millionen gelegentlich zur Brille greifen. Das zumindest war laut Statista 2017 so. Verhältnismäßig wenige Menschen verwenden also Kontaktlinsen. Dabei bieten Sie eine Menge Vorteile – vorausgesetzt, sie wurden richtig angepasst, werden nicht länger als empfohlen getragen und der Kontaktlinsenträger sorgt für gute hygienische Bedingungen beim Einsetzen und Herausnehmen der Linsen.

Welche Linsen sind die Richtigen?

Keine Frage – je einfacher die Handhabung ist, desto lieber werden Kontaktlinsen getragen. Bei der Brille ist das ganz einfach: Brille putzen, aufsetzen, fertig. Bei Kontaktlinsen sieht das schon etwas anders aus. Je nachdem, welche Art der Kontaktlinsen Sie tragen, fällt der Pflegeaufwand mehr oder weniger aus.

Formstabile (harte) Kontaktlinsen

Harte Linsen, das klingt erst einmal nicht nach einem Wellness-Feeling für die Augen. Diese Linsen schwimmen regelrecht auf dem Tränenfilm, da sie mit einem Durchmesser von acht bis zehn Millimetern kleiner als weiche Linsen sind. Dadurch wird das Auge regelmäßig mit Sauerstoff versorgt. Der Tränenfilm unter der Linse ausgetauscht.

Im Gegensatz zu weichen Kontaktlinsen sind sie jedoch nicht so flexibel. Das heißt, sie passen sich nicht der Augenform an und können beim Träger zunächst ein Gefühl eines Fremdkörpers im Auge hervorrufen, was aber vergeht. Eine längere Gewöhnungsphase ist deshalb nötig. Da sie da Auge nicht vollständig abdecken, kann sich etwas schneller Staub unter den Linsen ablagern. Dafür sorgen Sie für eine gleichmäßige Benetzung des Auges.

 

Für wen eignen sich harte Kontaktlinsen?

Harte Kontaktlinsen eigenen sich für Menschen, die ihre Linsen dauerhaft tragen wollen und sich gut mit einer längeren Gewöhnungsphase arrangieren können. Zudem werden sie bei Sehfehlern wie Hornhautunregelmäßigkeiten empfohlen.

Tränende Augen - Zeichnung
harte Kontaktlinsen-Sauerstoffdurchlässig - Zeichnung

Weiche Linsen

Dann also weiche Kontaktlinsen? Nicht unbedingt. Weiche Linsen sind flexibel, jedoch mit einem Durchmesser von 12 bis 16 Millimetern größer als harte Linsen. Sie sitzen stabiler auf dem Auge und verrutschen nicht, sind allerdings nicht so sauerstoffdurchlässig wie harte Kontaktlinsen. Dafür ist die Gewöhnungsphase durch das flexible Material sehr kurz.

 

Tippkasten:
Order & Collect

Wussten Sie, dass jeder Kontaktlinsen-Kunde bei Optik Westermeier bequem über ein Bestellformular neue Linsen nachbestellen kann? Schicken Sie uns einfach das ausgefüllte Formular, wir bestellen Ihre Linsen und informieren Sie, sobald Sie sie in unserem Ladengeschäft abholen können.

Kontaktlinsen-Nachbestellung

Lachendes Gesicht mit strahlenden Augen - Zeichnung

Silikon-Hydrogel-Linsen

Um die geringe Sauerstoff-Durchlässigkeit bei weichen Linsen zu verbessern, sind Ende der 90-er Jahre sogenannte Silikon-Hydrogel-Linsen auf den Markt gekommen. Sie lassen bis zu dreimal mehr Sauerstoff durch als herkömmliche weiche Linsen. Das erlaubt dem Träger sie bis zu 18 Stunden zu tragen.

Da Silikon-Hydrogel-Linsen im Vergleich zu weichen Kontaktlinsen härter sind, können sie das Auge reizen. Der hohe Silikon-Anteil begünstigt dies zusätzlich, weswegen er inzwischen wieder von den Herstellern reduziert wurde. Dadurch verschlechtert sich die Sauerstoffdurchlässigkeit wieder. Hinzukommt, das Silikon-Hydrogel-Linsen teurer als weiche Linsen sind.

Wer kann weiche Kontaktlinsen tragen?

Grundsätzlich eignen sich weiche Kontaktlinsen für fast alle Arten der Fehlsichtigkeit und können auch bei Hornhaut-Unregelmäßigkeiten getragen werden. Sie eignen sich daher besonders für Kontaktlinsen-Einsteiger und Menschen stabiler Tränenflüssigkeit. Es sollte jedoch berücksichtigt werden, dass weiche Linsen nicht so sauerstoffdurchlässig sind. Materialien wie Silikon trocknen das Auge eher aus. Bei der Auswahl sollte darauf geachtet werden.

 

Tages-, Wochen- und Monatslinsen

Dank ihrer einfachen Handhabung sind Austauschlinsen recht verbreitet. Je nach Tragedauer, die von einem Tag bis zu einem Monat reichen kann, werden sie danach einfach gegen neue ausgetauscht. Austauschlinsen sind im Vergleich zu herkömmlichen Jahreslinsen sauerstoffdurchlässiger, da sie dünner sind.

Austauschlinsen - Zeichnung

Werden sie nur kurz getragen, beispielsweise einen Tag oder eine Woche, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich Ablagerungen bilden relativ gering. Gerade für Träger, die sich nicht mit aufwändiger Pflege beschäftigen wollen, eigenen sich Austauschlinsen besonders, wie etwa beim Sport.
Da bei Austauschlinsen auf standardisierte Durchmesser und Radien zurückgegriffen werden, können nicht alle Fehlsichtigkeiten korrigiert werden.

Wer kann Austauschlinsen tragen?

Wer Kontaktlinsen nur gelegentlich tragen und sich die Pflege sparen will, kann gut auf Austauschlinsen zurückgreifen.

Linsen für die Nacht

Ortho-Keratologie-Linsen oder kurz Ortho-K-Linsen, kurz Nachtlinsen, werden wie der Name schon sagt ausschließlich in der Nacht getragen. Diese Linsen sind sehr sauerstoffdurchlässig und modellieren die Hornhaut. Die Folge: Tagsüber sieht der Träger scharf, eine Sehhilfe ist nicht mehr nötig. Bis sich der Effekt einstellt, vergehen in der Regel mindestens ein bis zwei Wochen. Werden die Linsen in der Nacht nicht mehr getragen, verschlechtert sich die Sicht wieder. Nur speziell geschulte Kontaktlinsenspezialisten können Nachtlinsen anpassen, was sich auf die Kosten auswirkt. Nachtlinsen sind teuer. Wie bei harten Kontaktlinsen hat der Träger ein Gefühl einen Fremdkörper im Auge zu haben, wenn er Nachtlinsen trägt. Daran muss man sich erst gewöhnen.

Wer sollte Nachtlinsen tragen?

Nachtlinsen eigenen sich für alle, die tagsüber auf eine Sehhilfe und eine operative Korrektur des Sehvermögens verzichten wollen.

Egal für welche Sehhilfe Sie sich entscheiden, eine professionelle Beratung beim Augenoptiker ist entscheidend für den Tragekomfort.

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